Mittwoch, 8. April 2009

Entstörungskosten bzw. Reparaturkosten von Betriebsmitteln

Wer mit Anlagevermögen bzw. Betriebsmitteln zu tun hat, beschäftigt sich irgendwann mit Ausfällen, Entstörungen bzw. Reparaturen und Reinvestitionen. Badewannenkurven und Ausfallswahrscheinlichkeiten findet man in der Literatur häufig, wie man aber Entstörungs- bzw. Reparaturkosten modelliert bzw. rechnerisch möglichst einfach behandelt ist schon nicht mehr so leicht. Deshalb habe ich eine einfache Exponentialfunktion mit lediglich zwei zu wählenden Parametern entwickelt, um Entstörungskosten einfach darzustellen bzw. zu modellieren:


Die Grundlage bildet eine In-Betriebs-Funktion (blaue Kurve), die zum Zeitpunkt 0 (Inbetriebnahme der Betriebsmittel) bei 100% beginnt ... alle Betriebsmittel sind In-Betrieb. Mit der Zeit fallen aber einige Betriebsmittel aus, d.h. die In-Betriebs-Funktion sinkt (umgekehrt) exponentiell ab und nähert sich asymptotisch der Zeitachse.
Interessant ist dabei der Zeitpunkt, an dem noch 1/e Betriebsmittel (also ca. 37%) in Betrieb sind. Dieser Zeitpunkt entspricht der Zeitkonstante der e-Funktion (t=8 in obiger Grafik) und ist der erste Parameter der Entstörungskostenfunktion ... und wird mit t[1/eiB] bezeichnet.

Aus dieser In-Betriebs-Funktion leitet sich nun die (gewünschte) Entstörungskostenfunktion (rote Kurve) ab, die im Prinzip den Kehrwert der In-Betriebs-Funktion darstellt multipliziert mit einem Faktor.
Dieser Faktor ist der zweite Parameter der Entstörungskostenfunktion und entspricht den Entstörkosten zum Zeitpunkt t[1/eiB] ... und wird mit EK[t=1/eiB] bezeichnet. Das heißt, dass man die Entstörungs/Reparaturkosten kennen/schätzen muss, die anfallen, wenn nur noch 1/e (also ca. 37%) der Betriebsmittel in Betrieb sind.

Donnerstag, 19. März 2009

Knoppix v6 - zusätzliche Software installieren

Dass ich Knoppix v6 genial finde, habe ich ja schon in anderen Blogs bekundet - schnell und brauchbar. Aber auch einfach und flexibel erweiterbar - wenn man sich mit dem Debian-System auskennt:

Nötig ist jedenfalls eine Datei für persönliche Software, die (wenn sie noch nicht vorhanden ist) beim Knoppix-Start zur Erstellung abgefragt wird. Die Datei heisst "knoppix-data.img" und befindet sich am USB-Stick im Ordner "knoppix". Die Größe der Datei muss bei der Erstellung festgelegt werden.


Danach öffnet man (bei aktiver Internet-Anbindung) eine root-Shell (oder startet alle Befehle mit "sudo") und macht für das Debian-Paket-Management-Tool "apt" ein Update der Datenbasis mit dem Befehl "apt-get update".

Ein Paket installiert man dann einfach mit "apt-get install Paketname". Den genauen Paketnamen kann man unter http://packages.debian.org/stable/ nachschauen (stabile Distribution).

Samstag, 14. März 2009

Pizzastangen

Pizzastangen sind ideal zum Knabbern, Dippen oder als Beilage und können mit vielfältigen Geschmacksrichtungen variiert werden.

Für den Pizzateig knetet man

  • 500 g glattes Mehl,
  • 0,25 l warmes Wasser,
  • 2 Packungen Trockenhefe (oder ein Stück frische Hefe),
  • eine Prise Zucker (in die Nähe der Hefe geben) und
  • eine gute Prise Salz

zu einem festen (eher trockenen) Teig, den man dann ca. 20 Minuten rasten/gehen lässt.

Danach Stangen kneten/wuzeln und in genügend großem Abstand (die vergrößern sich noch beim Backen) auf ein Backblech (idealerweise mit einem Backpapier unterlegt) auflegen. Es müssen auch nicht unbedingt fantasielose Stangen sein - auch Brezen, Ringe, Scheiben, Buchstaben oder geflochtene Zöpfe machen sich ganz gut.

Danach mit Olivenöl bestreichen und würzen. Als Geschmacksrichtungen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt - denkbar sind

  • Salz (grobkörnig),
  • Kümmel,
  • Knoblauch,
  • Pizzagewürz (Oregano),
  • Wasabi,
  • fein geriebener Parmesan,
  • Sesam, Leinsamen, Kleie

und deren Kombinationen (Salz macht sich überall gut). Eher üppiger belegen/bestreichen, da einerseits die Stangen beim Backen aufgehen und andererseits der Geschmack sich in der Hitze "reduziert". Speziell bei Knoblauch oder Wasabi empfiehlt sich das "Bestreichen in der letzten Backphase".

Alle Stangen dann ca. 15 min bei 220 Grad (idealerweise Unterhitze mit Umluft) goldgelb backen und frisch servieren.


Donnerstag, 12. März 2009

Splash Image erzeugen - logo16

Knoppix arbeitet mit einem Splash-Image namens "logo.16", das beim Booten dargestellt wird. Aufgerufen wird das Image mittels Text-file boot.msg wo einfach in der ersten Zeile logo.16 notiert ist.

Eine Änderung des Splash-Images (oder ein Neues) ist oft etwas tricky, da das lss16-Dateiformat nicht gängig ist und gewissen Beschränkungen unterliegt (kleiner gleich 640x480 mit maximal 16 Farben).

Gottseidank gibt es das Grafikprogramm mtpaint, das in PUPPY standardmäßig vorhanden ist und dieses Format beherrscht.

Somit braucht man lediglich Puppy starten, den file logo.16 mit dem Filebrowser lokalisieren und mit "öffnen mit ... mtpaint" (rechte Maustaste) öffnen. Danach kann man die Grafik nach eigenen Belieben verändern (siehe dazu auch das Extra bezüglich mtpaint-Spezialitäten). Mit "Speichern als" kann man das Format lss16 auswählen und die Grafik speichern (z.B. als splash.lss).
Letzter Schritt ist es dann noch den File in "logo.16" umzubenennen.

mtpaint-Spezialitäten:
Die Zwischenablage ist etwas eigen zu bedienen. Um einen Ausschnitt von Grafik1 in Grafik2 zu kopieren, muss man beide Grafiken mit jeweils einem mtpaint-Programm öffnen.
Danach den Ausschnitt in Grafik1 markieren und mit STRG-C kopieren, womit er aber nur in mtpaint-Grafik1 verfügbar ist. Diese lokale Zwischenablage muss noch mit STRG-F1 (Edit -> Save Clipboard) in die erste Zwischenablage kopiert werden (wird damit lokal in einem File gespeichert).
Danach zu mtpaint-Grafik2 wechseln und mit SHIFT-F1 (Edit -> Load Clipboard) einfügen.
Falls das nicht funktioniert, stimmen die Farbpaletten (und evtl. auch die Anzahl der Farben) nicht überein. Dies kann mit "Image -> Convert to RGB" (in beiden Grafiken) korrigiert werden. Die Anzahl der Farben kann man mit "Palette -> Set Palette Size" einstellen.
Die Endgrafik kann dann noch mit "Palette -> Set Palette Size" auf 16 Farben reduziert werden bzw. mit "Image -> Convert to Indexed" optimal indiziert werden (sonst werden in der Splash-Grafik beispielsweise alle Gelb-Schattierungen zu einem Einheitsgelb zusammengefasst.


Debian Live Project und Knoppix v6

Nachdem ich eine Lanze für Knoppix v6 gebrochen habe und es als eines der besten Linux Live Systeme bezeichnet habe (was es nach wie vor ist), bin ich unter http://debian-live.alioth.debian.org/ auf "das Original" gestoßen.
Auf dieser Seite wird erklärt, wie man aus einem (eigenen) Linux-System ein Portables (CD, DVD, USB) machen kann. Glücklicherweise muss man sich nicht unbedingt durch viele Manuals arbeiten, um sein eigenes Live-System zu erzeugen - es gibt einige vorgefertigte Images, die vom 143M-Standard-Debian bis zum 724M-Gnome-Debian reichen.

Gravierendster Unterschied zwischen Knoppix und Debian-Live ist, dass Knoppix auf einer FAT32-Partition läuft (die von allen Betriebssysteme erkannt wird) und Debian-Live eine Linux-Partition am USB-Stick erzeugt (die z.B. von Windows nicht erkannt wird).

Ich habe es geschafft auf meinen Knoppix/Puppy-USB-Stick (siehe auch http://thinkdeetee.blogspot.com/2009/03/knoppix-version-6.html) auch ein Debian-Live-System zu bringen. Allerdings braucht man einen zweiten USB-Stick dazu:

Debian-Live-Image auf den USB-Stick
Zuerst geht man "standardmäßig" bei der Erzeugung eines Debian-Live-Systems vor:
  1. Image downloaden (http://cdimage.debian.org/cdimage/release/current-live/i386/usb-hdd/)
  2. Image mit einem laufenden Linux auf den USB-Stick schreiben mit "dd if=image.img of=/dev/sdX". Das richtige "X" mit "fdisk -l" eruieren - alle Daten am Stick werden gelöscht.
Live-System auf FAT32-USB-Stick kopieren
Danach kopiert man (mit einem laufenden Linux) den Ordner "live" auf den endgültigen USB-Stick (auf dem es ja schon Knoppix, Puppy und dergleichen gibt). In der Datei syslinux.cfg ist dann noch der entsprechende Eintrag zum Starten des Debian-Live-Systems nötig:
  • LABEL debian-live
  • kernel /live/vmlinuz1
  • append initrd=/live/initrd1.img boot=live union=aufs
Am Boot-Prompt kann dann das System mit debian-live gestartet werden.

Vielleicht ist das ganze Verfahren auch ohne zweiten USB-Stick möglich, indem man das Image lokal mounted und die Inhalte des live-Ordners auf den USB-Stick kopiert - ich habe es aber nicht geschafft das Filesystem richtig zu mounten. ?!